Rheda-Wiedenbrück, 19. Oktober 2026. Köln im Oktober vor zwei Jahren: Werner Aisslinger trifft Leo Lübke während der Orgatec und erzählt ihm von seiner Idee eines „multichannel chair“, der sowohl am privaten Esstisch als auch an langen Konferenztafeln ergonomischen Komfort und ausladende Lässigkeit bietet. Leo Lübke erkannte schnell das Potenzial des Konzeptes und so startete eine intensive Entwicklungsphase, deren Ergebnis COR nun auf der Orgatec 2026 präsentiert.
Fluid mit femininer Anmutung
Floy hat eine beinahe monumentale Präsenz, denn seine Oversize-Sitzfläche bietet viel Raum für ein komfortables Sitzgefühl. Ruhig in der organischen Linienführung und klar in den Proportionen zeigt das Sitzmöbel eine besondere Strahlkraft. Von außen straff und innen lässig gepolstert, variabel in der Stoff- und Farbwahl, mit und ohne Armlehne und in drei verschiedenen Gestellvarianten ist Floy universal einsetzbar. Seine Form ist irgendwie vertraut und doch neu. Die horizontalen Nähte betonen zusätzlich die Breite des Stuhls und lassen den Rücken optisch niedriger erscheinen. Das verleiht ihm seine charakteristische, markante Silhouette.
„Die Herausforderung war, die Ergonomie mit der Form in Einklang zu bringen. Wir haben viel an den Proportionen gearbeitet. Während wir in unserem Berliner Büro mehrere Sitzschalen im 3D-Drucker gefertigt haben, hat die COR Entwicklungsabteilung in Rheda-Wiedenbrück ein produktionsfähiges Innenleben entwickelt und die Schale in eine Konstruktion aus Stahl, Sitzschaum und gewünschter Qualität übersetzt. Das war ein komplexer, parallellaufender Prozess“, erinnert sich Werner Aisslinger.
Ein Dialog zwischen Raum und Wohlfühlen
Floy hat eine frische, die Zeit überdauernde Optik, die eine spielerische Note in Räume bringt. Er wahrt einen gebührenden Abstand zu Sitznachbarn und markiert eine persönliche Zone innerhalb der gemeinsamen Runde. Mit seinem weichen, floralen Charakter setzt der Stuhl einen wohnlichen Akzent am Konferenztisch und schafft einen einladenden Rahmen für anregende Gespräche.
„Als Produktdesigner, der viele Interior-Projekte realisiert, weiß Werner Aisslinger genau, welche Produkte am Markt fehlen und welche sich gut einsetzen lassen. Ich kenne und schätze ihn schon lange, aber wir haben bisher noch keine Sitzmöbel gemeinsam für COR entwickelt. Bei diesem Entwurf passte einfach alles: Floy kam zur richtigen Zeit zu uns und ergänzt unser Produktportfolio gerade im Objektbereich bestens“, sagt Leo Lübke, geschäftsführender Gesellschafter von COR.
Wenn der Designer zum User wird und auf einen Hersteller mit Substanz trifft, entsteht ein gemeinsamer Flow – oder eben Floy.