Ressourcen

Was uns bewegt. Was wir tun. Was vor uns liegt.

Unser Ziel ist es, unseren Ressourcenverbrauch und damit unseren ökologischen Fußabdruck so weit wie möglich zu verkleinern. Deshalb bemühen wir uns um Energieeinsparung, Abwasservermeidung und die Nutzung erneuerbarer Energie-quellen. Treibhausgasemissionen, die wir bislang nicht vermeiden konnten, kompensieren wir durch den Kauf von Umweltzertifikaten. Seit 2020 ist COR am Standort Rheda-Wiedenbrück ein klimaneutralisiertes Unternehmen.

Energie

Energieverbrauch erfassen

Strom brauchen wir für Beleuchtung und Betrieb unserer Maschinen, IT-Systeme und Immobilien, das COR Haus wird mit Öko-Gas beheizt. Der 2021 im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Bedarf an Gas und Strom erklärt sich durch die Produktionssteigerungen und die Inbetriebnahme zusätzlicher Maschinen im Rekordjahr 2021.

Energiebedarf 2020 2021
Strom (in kWh) 994.324 1.039.520
Gas (in kWh) 182.226 213.595
Gesamt 1.176.550 1.253.115

Energieverbrauch reduzieren

Das COR Haus befindet sich in einer ehemaligen Tütenfabrik aus den dreißiger Jahren, die 2008 von Grund auf saniert wurde. Heute verfügt es über eine Photovoltaikanlage, die einen Großteil des hauseigenen Strom- verbrauchs deckt. 2020 wurde die Beleuchtung des COR Hauses komplett auf LED-Leuchten umgestellt. Der Austausch der rund 800 Leuchten im COR Haus führte zu einer jährlichen Stromersparnis von 242.880 kWh, was einer CO2-Ersparnis von 97.367 kg entspricht. Auch die Holzfertigung wurde 2020 mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Generell ist der Gebäudebestand am Unternehmenssitz sehr heterogen. Einige unserer Immobilien wurden 1954 gebaut und im Laufe der Jahre den jeweiligen Energieeffizienzstandards angepasst. Andere – wie unsere 2001 errichtete Schaumstoffhalle – wurden nach derzeit gültigen Standards errichtet. Im Laufe der vergangenen 15 Jahre wurden sämtliche Hallendächer sukzessive neu gedämmt.

Saubere Energie nutzen

COR arbeitet zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Auf den Dächern von COR Haus, Produktions- und Lagerhalle betreiben wir drei COR-eigene Photovoltaikanlagen. Die Erträge einer Anlage nutzen wir selbst und decken rund 3 % unseres Gesamtstromverbrauchs mit Sonnenenergie. Die Elektrizität der beiden anderen Photovoltaikanlagen wird ins Netz eingespeist und verkauft.

Energieerzeugung
in unseren
Photovoltaikanlagen
Inbetriebnahme Installierte Leistung Verwendung
1 2005 48,61 kWp Netzeinspeisung
2 2011 28,52 kWp Netzeinspeisung
3 2011 31,05 kWp Eigenverbrauch

Lieferant der restlichen rund 97 % unseres verbrauchten Stroms sind die Stadtwerke Lemgo, die den Strom aus den Wasserkraftwerken Hofsfoss und Skollenborg in Norwegen beziehen. Mit anderen Worten: COR wird in Rheda-Wiedenbrück zu 100 % mit Energie aus Wasser- und Sonnenkraft versorgt. Ein Teil des Stroms fließt in zwei E-Ladesäulen, die wir am COR Haus in der Hauptstraße und am Hauptstandort in der Nonenstraße für Besucher und Mitarbeiter installiert haben.

Das Öko-Gas zur Beheizung unseres COR Hauses beziehen wir über die KlimaInvest Green Concepts GmbH in Kooperation mit den Stadtwerken Lemgo (Zertifikat Nr. 2021-0647). Die CO2-Minderungsrechte zur Klimaneutralstellung der Erdgaslieferung an COR stammen aus einem Klimaschutzprojekt in Região Norte, Amazonas, Brasilien. Der Prozess der Stilllegung wird beim Klimapartner KlimaInvest vom TÜV überprüft. Alle CO2-Minderungsrechte sind nach den gegebenen Standards des Kyoto-Protokolls stillgelegt worden. 

100 Prozent der Energie, die COR in Rheda-Wiedenbrück verbraucht, stammt aus Wasser- und Sonnenkraft

Während im COR Haus eine Gasheizung zum Einsatz kommt, wärmen wir unser Werk ausschließlich mit unseren eigenen Holzabfällen und damit einem nachwachsenden Brennstoff. In unserem Holzschnitzelwerk wandeln wir die Holzabfälle aus unserer Produktion vollständig in Energie um. Sie werden zu Spänen zerkleinert und in den Ofen eingeblasen. Nur bei extremen Witterungsverhältnissen oder bei technischen Defekten schaltet sich die redundante Ölheizanlage zur Spitzenlastabdeckung ein.

Im Jahr 2020 belief sich der CO2-Ausstoß unserer Restholz-Verbrennung auf ganze 19,6 t CO2e. Das bedeutet: Das jährliche Treibhausgasaufkommen für die Beheizung unseres Werks ist geringer als der durchschnittliche CO2-Ausstoß zweier Bundesbürger.

Emissionen

Trotz aller Bemühungen ist unser Arbeiten und Wirtschaften mit Emissionen verbunden. Wir erfassen alle relevanten Quellen von Emissionen, reduzieren das Aufkommen nach Möglichkeit und kompensieren den Rest. Allein durch unsere Umstellung auf Ökostrom zum 01.01.2020 konnten wir unsere CO2-Emissionen gegenüber 2019 halbieren.

CO2-Emissionen erfassen

Im Berichtsjahr 2020 haben wir etwa 657 t CO2 emittiert – das entspricht den durchschnittlichen jährlichen CO2-Emissionen von rund 58 Bundesbürgern. Im Jahr 2021 waren es aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzes 770 t CO2. Die mit Abstand größten CO2-Quellen waren Geschäftsreisen und Transporte.

CO2-Standortbilanz / CO2-Emittenten Bilanz 2020
(abs. Anteil in kg CO2e)
Bilanz 2021
(abs. Anteil in kg CO2e)
Scope 1 – direkte Emissionen 185.027 200.377
Geschäftsreisen mit firmeneigenen Fahrzeugen 100.383 112.428
Transporte mit firmeneigenen Fahrzeugen 2.466 2.762
Einsatz von Energieträgern für die interne Verbrennung 82.178 85.186
• Erdgas 42.747 41.023
• Restholz-Verbrennung 19.584 21.934
• Heizöl (HEL)
 
19.847
 
22.229
 
Scope 2 – indirekte Emissionen 1.706 1.910
Bereitstellung von Energie aus externen Quellen
 
1.706
 
1.910
 
Scope 3 – indirekte Emissionen 410.429 497.401
Geschäftsreisen mit externen Transportmitteln 23.481 21.506
Transporte mit externen Dienstleistern / Fahrzeugen 206.964 231.799
Holz, Papier, Pappe 48.198 53.755
Entsorgung 14.422 16.153
Wasser 319 320
Anfahrt Mitarbeiter
 
117.046
 
173.868
 
Gesamtemission 597.162 699.688
Gesamtemission inkl. 10 % Sicherheitsaufschlag 656.878 769.656

Konstruktionsqualitäten

COR USP: Sitzmöbel, deren Gestell noch in Ordnung ist, können neu gepolstert und bezogen werden. Dadurch sind sie langlebiger.

770 Zertifikate aus dem Projekt VCS & CCBS Waldschutz Brasilien kompensieren unsere sämtlichen standortbezogenen CO2-Emissionen des Jahres 2021

Das Hauptziel des Projekts besteht deshalb darin, illegale Abholzung in den Wäldern zu vermeiden, um so über einen Zeitraum von 41 Jahren 10.564.630 t CO2e zu speichern. Erreicht werden soll es durch die Bewirtschaftung in Form einer „privaten Naturschutzreserve“ mit einem strengen Überwachungs- und Durchsetzungsplan. Er baut auf den Erfahrungen der laufenden Überwachungstätigkeiten in der Region seit 2008 auf.

Das Projekt wurde COR von der Nachhaltigkeitsberatung „Fokus Zukunft“ vermittelt und ist nach VCS und CCBS zertifiziert.

2021 haben wir unsere standortbezogenen CO2-Emissionen durch den Erwerb von 770 Zertifikaten aus dem Projekt VCS und CCBS Waldschutz Brasilien kompensiert.

Pflanzung von 380 Wildlingen durch das Bergwaldprojekt e. V. in Hardegsen im Solling im November 2021.

Darüber hinaus engagieren wir uns auch vor Ort für den Schutz naturnaher Wälder. Im November 2021 haben wir die Pflanzung von 380 Wildlingen unterstützt, die vom „Bergwaldprojekt“ in Hardegsen im Solling gepflanzt wurden. Auf ehemaligen Fichtenpflanzungen haben Freiwillige hier mit Natursetzlingen einen naturnahen Wald angelegt – mit Rotbuchen, wie wir sie bei COR auch für den Gestellbau verwenden. Je höher diese Buchen wachsen, umso mehr Treibhausgas nehmen sie auf – Tag für Tag. Unterm Strich absorbieren wir damit mehr CO2, als wir durch unsere Geschäftstätigkeit in die Umwelt entlassen.

Weitere Emissionen

Prozessbedingte Emissionen

sind vor allem leichtflüchtige Kohlenwasserstoffe, die in unserer Lackiererei entstehen und zur Bildung von Photooxidantien beitragen. Leider ist die Qualität der derzeitig angebotenen Wasserlacke für die von uns angewendete Lackierung bislang unzureichend, sodass wir noch lösemittelhaltige Lacke einsetzen müssen. Die staub- und lösemittelhaltige Abluft der Lackier- und Polsterbereiche wird über Rohrleitungen erfasst und über Abluftkamine ins Freie abgeleitet.

Lärmemissionen

entstehen hauptsächlich im Maschinenraum, wo wir allerdings nur noch Maschinen und Anlagen mit erhöhtem Lärmschutz einsetzen. Wenn die Lärmbelastung am Arbeitsplatz oder im Arbeitsbereich zu hoch ist und nicht durch bauliche oder konstruktive Maßnahmen verringert werden kann, müssen die Mitarbeitenden Lärmschutzausrüstung tragen. Das können Ohrstöpsel oder Kapselgehörschützer sein. Der betroffene Bereich wird dann als Lärmschutzbereich ausgewiesen und das Tragen von Gehörschutz – der den Mitarbeitern kostenlos zur Verfügung gestellt wird – ist Pflicht.

Unsere Betriebsgebäude werden durch den Damm der Bundesbahnlinie Hannover–Ruhrgebiet von einem südlich gelegenen Wohngebiet abgeschirmt, sodass Lärmbelästigungen für die Anwohner kaum feststellbar sind. In östlicher, nördlicher und westlicher Richtung ist das Betriebsgelände vollständig von Industrie- und Gewerbebetrieben umgeben.

Abwasser

Abwasser entsteht bei COR nicht in der Produktion, sondern fast ausschließ-lich in den Küchen- und Toilettenanlagen. Der größte Wasserverbrauch ergibt sich aus dem regelmäßigen Nachspeisen der Feuerlöschanlage bzw. den Probeläufen der Sprinkleranlagen sowie der Bewässerung unserer Grünflächen. Der Frischwasserverbrauch belief sich auf 1.618.000 Liter (2020) und 1.812.160 Liter (2021).

Abfälle

Da wir ressourcenschonend arbeiten, entstehen bei COR nur vergleichsweise geringe Abfallmengen. Folien, Papier, Metall, Biomüll und Batterien werden von uns getrennt gesammelt, durch örtliche zertifizierte Spezialentsorger verarbeitet und teilweise wieder dem Kreislauf zugeführt. Der Verschnitt an Leder (ca. 45 % der Rohware) wird an weiterverarbeitende Betriebe verkauft, die daraus Gürtel, Schuhe oder Leder-Accessoires fertigen.

  2020 2021
Folie 6.600 kg 7.400 kg
Altpapier 56.000 kg 62.400 kg
Abfälle zur Verwertung 38.080 kg 42.650 kg
Farb- und Lackschlamm 2.300 kg 800 kg
Wässrige Schlämme 4.300 kg 2.500 kg
CvRost- und Kesselasche 1.600 kg 2.500 kg
Gesamt 108.880 kg 118.250 kg

Konstruktionsqualitäten

COR USP: Sitzmöbel, deren Gestell noch in Ordnung ist, können neu gepolstert und bezogen werden. Dadurch sind sie langlebiger.

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