Für ein Grundbedürfnis in seiner schönsten Form

Gutes Sitzen auf gestalteten Möbeln – Herzensangelegenheit von COR seit 60 Jahren – Modellgeschichte von namhaften Designern wie Jehs+Laub geprägt

Juni 2014. Schon zur Firmengründung 1954 haben sich die Unternehmerfamilie Lübke, ihre Mitarbeiter und im folgenden auch die Gestalter dazu bekannt, Stühle, Sessel und Sofas zu fertigen, die über die Funktion schlichter Gebrauchsmöbel hinausgehen. Damit wurde der Grundstein für ein unverwechselbares Design gelegt, das heute Liebhaber auf der ganzen Welt hat. Die Philosophie des international distribuierten Sitzmöbelherstellers aus Rheda-Wiedenbrück ist ebenso universell wie westfälisch und schlicht. Mit Sitzmöbeln, vor allem auf ihnen, verbringt ihr Besitzer einen Großteil seines Lebens.  Sie müssen nicht nur Gesäß und Rücken stützen und dabei komfortabel sein, sondern das Auge erfreuen und nicht zuletzt dem Besucher signalisieren, welche Vorlieben seinen Gastgeber prägen. Sitzkultur ist gestaltete Wohnkultur, und COR (lat. Herz) nimmt daran starken Anteil – seit inzwischen sechzig Jahren.

 

 

Stetig die Stufen hinauf

 

Schon QUINTA, das von Michael Bayer 1959 gestaltete fünfteilige Polstermöbel, wurde als Anbaugruppe entworfen. Diese Systemidee bestimmt die Kollektionen von Anfang an: 1959 ließ man sich einen als „Stufentritt umwandelbaren Hocker“ schützen; wie viele der langlebigen COR-Modelle blieb er dauerhaft (bis 1978) im Programm. Über die 1964 entstandene CONSETA sei nur so viel gesagt, dass dieses Polstermöbel heute zu den wenigen Sofaklassikern weltweit gehört. In den 1970iger Jahren folgen Experimente mit runden Formen, modernen Kunststoffen und kräftigen Farben (ORBIS, POLYCOR, VARIO), zu den Designern gehört auch Lugi Colani, von Peter Maly kommen die ersten Entwürfe, z.B. TRINOM. Die Schweizer team form ag, Entwickler des Endlosschrankes, gestalten mit dem Elementpolsterprogramm TRIO ganze Sitzlandschaften. Solomodelle wie der SCHWINGGESSEL (1968/heute: SWING) oder SINUS (1976, seit 2004 erneut im Programm) verkörpern das Potenzial für zeitgenössisches und zukunftsfähiges Design, in handwerklicher Tradition nach höchsten Standards produziert. Die Entwicklung der 1980er Jahre bis zur Jahrtausendwende beeinflusst vor allem Peter Maly - durch geometrische Formen, darunter der Kreis (ZYKLUS, CIRCO, ZELDA, CITTA u.v.m.). Im 21. Jahrhundert folgen amorphe Formen: LAVA, das Sitzloungeliegemöbel von Studio Vertijet, bezieht den Boden als Sitz- und Liegefläche mit ein. Heute werden die Sitzmöbelkollektionen einerseits von Klassikern wie CONSETA (Friedrich Wilhelm Möller) oder QUANT (Alfred Kleene+Gabriele Assmann) geprägt, zum anderen von Entwürfen, welche die umgebende Architektur mit einbeziehen (JALIS) oder das Wohnen als „Loungefeeling“ interpretieren: MELL/MELL LOUNGE. Die drei Letztgenannten stammen von den Stuttgarter Gestaltern Jehs+Laub.

 

Maximen, Maßstäbe und die zentrale Idee

 

Auch Kreative wie Markus Jehs und Jürgen Laub durchforsten zunächst das Designarchiv: „Ob man will oder nicht, jedes neue Modell steht in einer Tradition“, sagt der 48jährige Industriedesigner Jehs. „Wenn wir die Maximen und Maßstäbe des Herstellers nicht genau kennen, seine inneren Werte und die Unternehmenskultur nicht ergründen, würde kein COR-Möbel entstehen.“ Beide wollen sich dem rein Dekorativen nicht widmen, sondern entwickeln Erzeugnisse, die einen tiefen „Grund“ haben, Ästhetik und Funktion, bis zur letzten Naht. So gelangen sie zu einer „zentralen Idee, aus der sich alles entwickelt“: CUVERT (2007) basiert auf der Geometrie des Briefumschlages, SHRIMP (Sessel, Hocker, Stühle) hat die charakteristischen Einschnitte des Meerestieres, JALIS verkörpert ein gefaltetes Kissen, die 2014 entstandene Polstermöbelgruppe ELM hat ein umlaufendes Holzgestell. Der sichtbare Rahmen spiegelt die sonst übliche Herangehensweise an die Gestaltung von Stühlen, die häufig als Königsdisziplin gelten. „Wir sehen es fast andersherum“, berichtet Markus Jehs. Heute ein innovatives Polstermöbel als Sofa in Elementbauweise zu gestalten, sei schwieriger: „Nicht umsonst gibt es so viele sich ähnelnde Polster im Markt.“ Dass die beiden international tätigen Industriedesigner diese Hürde nehmen, beweisen sie in der Sitzmöbelmanufaktur seit längerem. Mit ELM haben sie im Jubiläumsjahr 2014 einen der innersten COR-Werte, das massive Holzgestell, gleich für jeden erkennbar nach außen transportiert.

 

 

Über COR

Das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen wurde am 17.12 1954 in Rheda-Wiedenbrück, Ostwestfalen, gegründet. 2013 erzielten 215 Beschäftigte mit manuell gefertigten Sitzmöbeln, die weltweit distribuiert werden, einen Umsatz in Höhe von 30,6 Mio. Euro. Das Produktprogramm umfasst Polstergruppen, Einzelsessel, Tische und Stühle, Liegen und Schlafsofas sowie Teppiche. Namhafte Designer haben die Design-prämierten Kollektionen geprägt. Dazu gehören Friedrich Wilhelm Möller, Peter Maly, Rolf Heide, Prof. Wulf Schneider, Studio Vertijet, Gabriele Assmann und Alfred Kleene, Gil Coste, Holger Janke, Jörg Boner, Jehs+Laub, Müller+Wulff, Karsten Weigel, Prof. Uwe Fischer, Murken+Hansen, Aurélien Barbry, Christoph Marchand, Kressel+Schelle und andere.

 

 

Weitere Informationen:

COR Sitzmöbel Helmut Lübke GmbH & Co. KG
Berthold Strüve, Marketing Manager
Nonenstraße 12
33378 Rheda-Wiedenbrück, Deutschland
t +49.(0)5242.4102-240
f +49.(0)5242.4102-940
b.strueve@cor.de

Mission Open Space

Individuelles Design mit kollektiver Mission: Objektmöbel von COR erobern den Raum. Die neuen Modellvarianten für kreative Open Space Konzepte sind vielfältig spezifizierbar und ab 2021 im Handel.

Für Objekteinrichter und Wohnexperten: Let's work together!

Alle news